Nahe Hit - rad´l mit 2017

RET 201724. Nahe Raderlebnistag am Sonntag, 18. Juni 2017

Teilnehmerzahl steigt wieder deutlich an
Kreis Birkenfeld/Kreis Bad Kreuznach.
Zunächst bewölkt, nachmittags 25 Grad bei Sonnenschein, ein gefühlter Anstieg der Teilnehmerzahlen nach zwei schwächelnden Jahren und die „Neuerfindung des Rades“, das waren die Eckdaten des Naheraderlebnistages „Nahe Hit - rad'l mit“, der am Sonntagmorgen offiziell am ehemaligen Salinenverwaltungsgebäude in Bad Münster am Stein gestartet worden ist.
Wenn eins von der 24. Auflage des Erlebnistages haften bleibt, dann ist es die explosionsartige Zunahme der E-Bikes. Grund genug, dass Wilhelm Hoffmann von Michels Zweiradshop in Bad Kreuznach meinte: "Die Entwicklung des E-Bikes kommt einer Neuerfindung des Rades gleich."
Es wäre der Veranstaltung sicher nicht gut bekommen, wenn sie auch im dritten Jahr geschwächelt hätte, mut machten die Organisatoren. Ähnlich sah es auch Ute Meinhard von der Naheland-Touristik, die attestierte: "Das Wetter hat uns in die Karten gespielt." Meinhard war selbst mit dem Rad unterwegs und bekam daher direkte Rückmeldungen von den 27 Stationen. "Und die waren alle sehr zufrieden", berichtete sie.
RET 2017Die gute Beteiligung zeige, dass der Rad-Erlebnistag wichtig ist, um auf die Region aufmerksam zu machen. Die Polizei dagegen hatte am Nachmittag noch von weniger Radlern als sonst gesprochen, räumte aber ein, dass dieser Eindruck durchaus subjektiv sei und ja auch von Zeitpunkt und Ort der Schätzung abhängig.
Vom Start an dabei war Naheweinprinzessin Julia Peitz, die sich fast schon als Radprofi entpuppte. Denn häufig legt sie den Weg von ihrem Wohnort Guldental zur Uni Geisenheim mit dem Fahrrad zurück. Natürlich warb sie vor dem Start auch für den Wein, riet aber dazu, vor der Radtour nicht zu viel vom guten Rebensaft zu kosten. Wie die Prinzessin warb auch Oberbürgermeisterin Bad Kreuznachs Heike Kaster-Meurer dafür, die Landschaft aus eher ungewohnter Perspektive zu genießen, während Ortsvorsteherin Bettina Mackeprang die Radler mit den Schönheiten von BME lockte. Um alle Angebote wahrnehmen zu können oder sich an den acht geführten Rad-Erlebnistouren zu beteiligen, hätte der Erlebnistag mindestens eine Woche dauern müssen. Grund genug, zur 25. Auflage 2018 wiederzukommen.
Deutlich geringer als an der mittleren und unteren Nahe ist der Zuspruch erfahrungsgemäß an der oberen Nahe, da etwa ab Kirn die Strecke deutlich anspruchsvoller wird. Nichtsdestotrotz machte der im August vergangenen Jahres eröffnete Bikepark im Gewerbepark Nahetal erstmals beim Raderlebnistag mit, und der Radsportclub Blitz sowie die offene Gruppe Nahbollenbach warteten mit Angeboten auf. Während die offene Gruppe mit einem Stand mit Getränken, Würstchen und Snacks vor Ort war, bot der RSC Blitz eine rund 40 Kilometer Mountainbiketour an.
RET 2017"Es war kein Massenandrang, aber es kamen immer wieder mal vereinzelt Radfahrer vorbei, der Bikepark war den ganzen Tag über frequentiert, und es gab auch immer wieder interessierte Fragen zu diesem Projekt", resümierte Helmut Franzmann. Größere Erwartungen habe man im Vorfeld auch nicht gehabt. Besonders freute sich Franzmann darüber, dass sich eine Bürgerin extra aufs Rad geschwungen hatte, um persönlich eine Spende für den Bikepark vorbeizubringen.
Die vom RSC Blitz angebotene Mountainbiketour lag mit 30 Teilnehmern an der von den Organisatoren anvisierten Obergrenze, rund die Hälfte der Teilnehmer war vom Verein, die anderen Mitfahrer kamen teilweise sogar von weiter her wie etwa aus Trier. Um 10 Uhr ging es los auf die Strecke, auf der rund 900 Höhenmeter zu überwinden waren und die durch das Bollenbachtal über den Berg nach Weierbach, Kirn-Sulzbach, über das Trübenbachtal auf die Bergener Höhe, hinunter nach Fischbach und dann noch einmal hoch zum Bullenkopf führte. Nach 14 Uhr trudelten die Teilnehmer nach erlebnisreicher Fahrt nach und nach wieder am Bikepark ein.

Von unseren Mitarbeitern

Josef Nürnberg und Jörg Staiber