Sehenswertes an der Strecke
"Deutsche Michel" Informationen über Hans-Michael Elias von Obentraut

Hans-Michael Elias von Obentraut wurde 1574 geboren, als Sohn des kaiserlichen
Rates Johann Barthel von Obentraut, der als Pfälzischer Oberamtmann vor weit über 400 Jahren auf der Stromburg (früher Fustenburg) oberhalb von Stromberg patriachalisch
residierte.
Ursprünglich lebten die Eltern des Hans-Michael Elias von Obentraut im rheinhessischen Oppenheim und Großwinternheim, bevor der Vater durch Kurfürst Friedrich
von der Pfalz, in dem Hunsrück-Städtchen eingesetzt wurde.
Hans-Michael Elias von Obentraut trug zum Ruf der Deutschen als heimat-tapfere und unerschrockene Männer bei.
Den "Deutschen Michel" hat es in seiner Gestalt tatsächlich gegeben, während es all die personifizierten National-Symbole anderer Völker - den "Uncle
Sam" der Amerikaner, den "John Bull" der Engländer und die "Marianne" der Franzosen - als Person wahrscheinlich nie gegeben hat.

Mit einer Kugel der "Kaiserlichen" Tillys in der Heldenbrust
verstarb Hans-Michael Obentraut auf dem Schlachtfeld von Seelze bei Hannover.
In der Stadtkirche von Hannover fand Hans-Michael Elias von Obentraut nach vorläufiger Beisetzung in Seelze am 4. März 1628 seine letzte Ruhestätte. Ein Obelisk
auf dem einstigen Schlachtfeld von Seelze erinnert an den "Deutschen Michel" als der er in die Geschichte einging!
Daß spätere Zeiten die Figur des "Deutschen Michel" ohne Kenntnis der geschichtlichen Hintergründe verfremdeten und ihn zum derbbiederen oft schlafmützigen "Michel" abstempelten, ändert
nichts an der wirklichen Persönlichkeit des tapferen und zeitlebens seiner politischen Sache - des Protestantismus - treuen Stromberger Reitergenerals.
Quellenangabe: "Öffentlicher Anzeiger" vom Freitag, 27. September 1974.
Bericht über den "Deutschen Michel" zum 400.ten Geburtstag.
Von Günther Leicher.
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